[Hamburg] Polizei hält Bremer Fans 6 Stunden lang fest

Bremen / Hamburg

Beim Fußballspiel zwischen dem Hamburger SV und SV Werder Bremen wurden 171 Bremer Fans über 6 Stunden lang festgehalten, kontrolliert und anschließend wieder nach Hause geschickt. Der SV Werder Bremen beklagte dieses Vorgehen als Schikane, da es das dritte Jahr in Folge ist, dass Teile des Bremer Anhangs nicht zum Nordderby ins Stadion kamen. Die Polizei rechtfertigte ihr vorgehen damit, dass “dank der Kontrollen ja alles ruhig geblieben sei”. Ein verheerendes Signal, denn damit ließen sich ganze Versammlungen, etc. schon im Vorfeld unterbinden.
Dass die Fans bei der Kontrolle weitgehend friedlich und vergleichbar wenig gefunden wurden war, hielt die Polizist*innen auch nicht davon ab, die Bremer*innen wieder nach Hause zu schicken. Die Ultras des SV Werder gehen daher von einer bewussten Schikane und einem Machtspiel der Polizei aus.

Franzmayer glaubt, die Maßnahmen hätten „absichtlich lang“ gedauert, um sicher zu stellen, dass die BremerInnen das Spiel verpassten. „Das war ja fast schon Wettbewerbsverzerrung“, sagte Franzmayer. Es seien viele junge Ultras dabei gewesen, die überhaupt noch nie aufgefallen sind. „Die wollten einfach nur ins Stadion“, sagt Franzmayer. Später seien die Fans „einfach nur gefrustet“ gewesen: „Die haben sich abgefunden und Pizza bestellt. Sie mussten streng bewacht in ihren Autos warten und mit behelmten Polizisten zur Toilette gehen.“

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